Benny

Unser kleiner Benny hat schon sehr unangenehme Dinge in seinem Alter von gerade einmal vier Jahren erleben müssen.

Eigentlich wollten wir keine Katzen mehr, denn wir hatten ja 2 Hunde und Kater Timmy der eigentlich lieber alleine war.

Dennoch sollte es anders kommen. Benny war in der Nähe irgendwo aus dem 3. Wohngeschoss geworfen worden, weil der Vater der Familie das Tier nicht mehr wollte. Ein Mädel welches den kleinen Kerl gefunden hatte klingelte bei uns und fragte ob wir wüssten wo er hin gehörte. Ich verneinte und bot ihr an, das Würmchen bei mir zu behalten bis sie die Besitzer gefunden hatte, denn das Kerlchen war verletzt und schrie.

Auf jeden Fall wussten wir nachher was passiert war, die Familie wollte ihn aber nicht mehr haben.

Inzwischen waren wir dann mit ihm beim Tierarzt, er war versorgt und wir warteten auf den Tierschutzverein der Benny holen sollte und sich die „Menschen“ die ihm das angetan hatten vorknöpfen.

Bis sie kamen verging einige Zeit und in dieser Zeit war mein Entschluss gefasst, das Katerle bleibt hier, egal wie.

Angeblich war Benny bei den Leuten aus dem Fenster gefallen waren aber froh ihn nicht mehr nehmen zu müssen, ich hätte ihn auch nicht wieder dorthin gegeben.

Nur knapp ein Jahr war vergangen da kam Benny schwer verletzt nach Hause.
Er hatte beide Kiefer Ober- und Unterkiefer gebrochen, regelrecht gespalten. Er konnte nicht einmal am gleichen Tag operiert werden und wir mussten um ihn bangen. Am nächsten Tag wurde ihm in einer sehr schwierigen OP beide Kiefer verdrahtet. Er hat es geschafft, es war sehr aufwendig auch wegen seiner Fütterung aber es hat sich gelohnt. 
Zurückgeblieben sind schlechte Zähne, klar der Kiefer wird nicht so gut durchblutet wie ein gesunder Kiefer.

Trotz all seinen negativen Erlebnissen ist er ein sehr zutraulicher, ja schon erschreckend distanzloser Kater, der zu Jedem hin geht, in die Autos springt und in jedes Haus spaziert.
So ist die Angst um ihn verständlicherweise immer sehr groß und ebenso die Erleichterung wenn ein Tag ohne Probleme vorbeigegangen ist.
Wollen wir hoffen, dass er noch sehr lange gesund bei uns sein kann und noch ein paar glückliche Katzenjahre hat. Wenn er wieder einmal auf Nachbars Dächern rumkraxelt wird mir zwar ganz mulmig aber so langsam habe ich mich an seine Tollkühnheiten gewöhnt, wenn auch mit Bauchweh.

Wenn er zu Hause ist und ich zufällig am PC sitze, liebt er es zwischen Tastatur und Bildschirm zu liegen, so als wolle er alles begutachten was Frauchen da macht. Manchmal korrigiert er auch einfach ein wenig und bedient die Tasten wie er es meint

 

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